Schwerpunkte
Angststörung & Panikattacken
Angst kann viele Gesichter haben: Sie zeigt sich als ständige, oft diffuse Sorge, als plötzliche, überwältigende Panikattacke, als Rückzug aus sozialen Situationen aus Furcht vor Bewertung, oder als sehr konkrete Furcht vor bestimmten Dingen oder Situationen. Allen Formen gemeinsam ist, dass sie das Leben zunehmend einengen – oft auch körperlich spürbar, etwa durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot oder Schwindel.
Woher diese Angst kommt, lässt sich selten auf einen einzigen Grund zurückführen: Genetische Veranlagung, biologische Vorgänge im Körper und die eigene Lebensgeschichte spielen meist zusammen.
Aus individualpsychologischer Sicht lohnt sich zudem der Blick darauf, welche Bedeutung eine Angst im eigenen Leben hat – bei sozialen Ängsten hängt das oft eng mit unseren Beziehungen zu anderen zusammen, bei anderen Formen können auch ganz andere, sehr persönliche Themen dahinterstehen.
In der Therapie schauen wir gemeinsam, was genau hinter Ihrer Angst steckt und welche Rolle sie in Ihrem Leben spielt, um Schritt für Schritt wieder mehr Freiheit und Sicherheit zu gewinnen.
Depression
Eine Depression zeigt sich oft in anhaltender Schwere und Traurigkeit, im Verlust von Freude und Antrieb, in Erschöpfung, Schlaf- und Appetitveränderungen, in Konzentrationsschwierigkeiten sowie in Gefühlen von Wertlosigkeit, Schuld und manchmal auch in Gedanken an den Tod. Aus tiefenpsychologischer Sicht ist sie jedoch mehr als eine Ansammlung von Symptomen: Sie ist oft Ausdruck innerer Konflikte, unverarbeiteter Erfahrungen oder verdrängter Gefühle, die im Verborgenen wirken und sich so bemerkbar machen.
Depressive Zustände können durch genetische Veranlagung oder biochemische Vorgänge im Gehirn mitbedingt sein, häufig aber auch durch belastende Lebenserfahrungen, ungelöste innere Spannungen oder Muster, die tief in der eigenen Biografie verwurzelt sind. Es ist wichtig zu verstehen: Depression ist keine bloße Reaktion auf Stress oder Traurigkeit, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung, deren tiefere Zusammenhänge sich oft erst im therapeutischen Prozess erschließen. In einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie geht es darum, gemeinsam zu ergründen, welche unbewussten Zusammenhänge und Bedürfnisse hinter dem Erleben stehen, um so nicht nur Linderung, sondern auch echtes Verstehen und Veränderung zu ermöglichen.
Essstörungen
Essstörungen wie Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und die Binge-Eating-Störung sind meist eng mit dem eigenen Körperbild und dem Gewicht verknüpft. Bei der vermeidend-restriktiven Ernährungsstörung (ARFID) stehen hingegen andere Gründe im Vordergrund – etwa eine ausgeprägte Abneigung gegen bestimmte Konsistenzen oder Geschmäcker, oder die Angst vor dem Verschlucken, Erbrechen oder einer allergischen Reaktion. Allen gemeinsam ist jedoch, dass Essverhalten und psychisches Erleben eng miteinander verwoben sind. Psychotherapie setzt dabei nicht nur beim sichtbaren Essverhalten an, sondern bei den psychischen Konflikten und Themen, die sich darin ausdrücken – um diese zu erkennen, zu bearbeiten und so das gestörte Essverhalten Schritt für Schritt zu überwinden.
In der Einzeltherapie haben Sie Raum, Ihre ganz persönlichen Themen und Konflikte in Ruhe zu besprechen und eigene, zu Ihnen passende Lösungswege zu entwickeln.
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist zudem die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbstwahrnehmung und dem Körperbild – mit dem Ziel, nach und nach ein realistischeres und wohlwollenderes Bild von sich selbst und dem eigenen Körper zu entwickeln.
Wichtig ist mir dabei, ehrlich zu benennen: Psychotherapie ist bei Essstörungen oft nur ein Teil der Behandlung. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzt*innen, Ernährungsberatung und anderen Fachkräften ist meist notwendig, um Sie umfassend zu begleiten.
Burnout
Burnout ist ein Zustand, der in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Welt immer häufiger auftritt: ein chronischer Erschöpfungszustand, der sich durch langanhaltenden Stress am Arbeitsplatz oder in anderen Lebensbereichen entwickelt und sich körperlich wie seelisch bemerkbar macht.
Oft steckt hinter dem Zuviel an äußerer Belastung auch ein inneres Muster – das Gefühl, sich beweisen zu müssen, eigene Grenzen zu übergehen oder den eigenen Wert stark über Leistung zu definieren.
In der Therapie schauen wir gemeinsam, welche inneren Antreiber und Überzeugungen Sie in diese Erschöpfung geführt haben, und entwickeln Wege, wieder in Kontakt mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen zu kommen.
Krisen
Eine Krise kann viele Gesichter haben – berufliche Umbrüche, Beziehungskonflikte, der Verlust eines geliebten Menschen oder eine schwere Erkrankung gehören ebenso dazu wie andere einschneidende Lebensereignisse. Was diese Situationen verbindet, ist das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Psychotherapie kann Sie in solchen Phasen begleiten: dabei, die Krise zu bewältigen, neue Perspektiven auf Ihre Situation zu gewinnen und wieder zu innerer Stabilität und Wohlbefinden zu finden.
Verlust & Trauer
Verluste können viele Formen annehmen – der Tod eines geliebten Menschen, das Ende einer Beziehung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder einer wichtigen Rolle im Leben. Solche Erfahrungen können starke, oft überwältigende Gefühle auslösen, mit denen man sich allein schwer zurechtfindet. In der Therapie unterstütze ich Sie dabei, neue Wege im Umgang mit dem Verlust zu finden, die damit verbundenen Gefühle behutsam zu verarbeiten und Schritt für Schritt wieder Halt zu gewinnen.
Selbstwertgefühl / Selbstwertprobleme
Die Arbeit am Selbstwert ist ein zentraler Bestandteil tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie. Selbstwert meint die Wertschätzung und das Vertrauen, das ein Mensch sich selbst entgegenbringt – ein Gefühl, das oft schon früh in der eigenen Geschichte geprägt wird und sich seither, meist unbewusst, durch das ganze Leben zieht.
Er hängt dabei nicht einfach von äußeren Faktoren wie sozialem Status oder materiellem Besitz ab, sondern von der inneren, oft tief verwurzelten Bewertung der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Wertes. Viele Menschen tragen ein leises, altes Gefühl des Nicht-genug-Seins in sich, das ihr Denken, Fühlen und Handeln lenkt, ohne dass es ihnen bewusst ist – und das sich manchmal gerade in besonders großem Ehrgeiz oder dem ständigen Streben nach Anerkennung zeigt.
Ein gesunder Selbstwert ist wichtig für das psychische Wohlbefinden und die Fähigkeit, mit Herausforderungen und Belastungen umzugehen. Ein brüchiger Selbstwert hingegen kann sich in verschiedenen psychischen Problemen niederschlagen, etwa in Depressionen, Angststörungen oder Essstörungen.
Ich möchte Sie in unserer gemeinsamen Arbeit dabei unterstützen, den Ursprüngen dieser inneren Überzeugungen nachzuspüren, die verborgenen Muster hinter Ihrem Selbstbild zu erkennen und Schritt für Schritt ein stabileres, selbstverständlicheres Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.
Mobbing & Diskriminierung
Mobbing und Diskriminierung sind ernsthafte Erfahrungen, die das seelische Gleichgewicht eines Menschen stark erschüttern können – oft bleibt neben der akuten Belastung auch ein tiefer Zweifel am eigenen Wert zurück.
In der Therapie schauen wir gemeinsam, welche negativen Glaubenssätze über sich selbst sich durch solche Erfahrungen eingeschrieben haben, und arbeiten daran, diese zu erkennen, neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln und wieder Vertrauen in sich selbst aufzubauen.
Wichtig ist mir dabei, ehrlich zu benennen: Psychotherapie allein kann Mobbing oder Diskriminierung nicht beenden – sie kann aber ein Ort sein, an dem Sie gestärkt und mit neuem Selbstvertrauen aus dieser Erfahrung hervorgehen.
Psychosomatik
Psychosomatik beschreibt das enge Zusammenspiel zwischen seelischen und körperlichen Vorgängen. Der Körper spricht dabei oft eine eigene Sprache: Stress, Emotionen und unbewusste Konflikte, die keinen anderen Ausdruck finden, können sich in körperlichen Symptomen und Beschwerden bemerkbar machen.
In der tiefenpsychologisch orientierten Arbeit mit psychosomatischen Themen geht es darum, diesem Zusammenhang nachzugehen und zu verstehen, wofür das Symptom im übertragenen Sinn steht – welcher innere Konflikt sich möglicherweise seit langem einen Weg über den Körper sucht, weil er bislang nicht bewusst wahrgenommen oder ausgesprochen werden konnte.
Indem wir diese zugrunde liegenden psychischen Spannungen gemeinsam beleuchten und bearbeiten, kann sich auch das lösen, was sich bislang im Körper zeigt – etwa wenn einem etwas „auf den Magen schlägt", „im Hals stecken bleibt" oder wenn ein ungelöstes Thema einem im wahrsten Sinne des Wortes „Kopfzerbrechen" bereitet.
Sexualität
Unsere Sexualität ist eng mit dem verknüpft, was wir früh über Körper, Nähe und Lust gelernt haben – oft ohne dass uns das bewusst ist. Wenn Sie mit Ihrer sexuellen Orientierung oder Identität hadern, unter sexuellen Funktionsstörungen, belastend erlebten Paraphilien oder den Folgen sexueller Traumatisierung leiden, kann Psychotherapie dabei helfen, diesen unbewussten Prägungen auf die Spur zu kommen.
Gemeinsam gehen wir den frühen Erfahrungen und verinnerlichten Überzeugungen nach, die Scham, Schuldgefühle oder innere Konflikte rund um Sexualität ausgelöst haben – und schaffen in der therapeutischen Beziehung einen sicheren Raum, in dem neue, andere Erfahrungen von Nähe und Akzeptanz möglich werden.
So möchte ich Sie dabei unterstützen, zu einem freieren, selbstverständlicheren Verhältnis zu Ihrer Sexualität zu finden und Beziehungen zu gestalten, die sich stimmig und erfüllend anfühlen.
Orientierungslosigkeit im Leben
Orientierungslosigkeit – das Gefühl, den eigenen Weg, die eigenen Werte oder den Sinn im Leben aus den Augen verloren zu haben – kann für sich allein stehen oder Ausdruck anderer psychischer Themen sein, etwa einer Depression, einer Angststörung oder tieferliegender Persönlichkeitsthemen.
Oft verbirgt sich dahinter die unbewusste Frage, wer man eigentlich sein möchte – jenseits von Erwartungen, die andere oder man selbst im Laufe des Lebens aufgebaut haben.
In der Therapie gehen wir diesen Fragen gemeinsam nach: Wir suchen nach den Ursachen Ihrer Orientierungslosigkeit und entwickeln Schritt für Schritt Wege, die Sie wieder zu einem klareren, eigenen Kurs finden lassen.
Beziehungsprobleme
Beziehungsprobleme zeigen sich oft in wiederkehrenden Konflikten, Missverständnissen oder dem Gefühl, aneinander vorbeizureden. Gerade in Beziehungen bildet sich dabei häufig vieles ab, was uns auch sonst im Leben beschäftigt – alte Muster, Ängste oder Verletzungen, die hier besonders deutlich zutage treten. Auch wenn nur eine Person aus der Partnerschaft in Therapie ist, kann die Einzeltherapie hier viel bewirken: Im Mittelpunkt steht, an jenen persönlichen Themen zu arbeiten, die sich auf die Beziehung auswirken.
Gemeinsam gehen wir jenen Ängsten, Unsicherheiten oder auch früheren, oft schon länger zurückliegenden Erfahrungen nach, die das eigene Verhalten und die Interaktionen in der Beziehung prägen. Ebenso schauen wir auf jene Denk- und Verhaltensmuster, die immer wieder zu Konflikten oder Missverständnissen in der Kommunikation führen.
Die Einzeltherapie stärkt dabei vor allem die Selbstreflexion – ein besseres Verständnis der eigenen Bedürfnisse und Grenzen ist oft die Grundlage dafür, dass sich gesündere Beziehungsmuster entwickeln können und sich die Beziehung insgesamt verändert.
Sind irgendwann beide Partner bereit, gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten, kann es sinnvoll sein, die Einzeltherapie mit einer Paartherapie zu kombinieren – dort können Sie gemeinsam an den Themen arbeiten und die Dynamik zwischen Ihnen verändern.
Schlafstörungen
Schlafstörungen können viele Ursachen haben – Stress, Ängste, eine Depression oder auch traumatische Erfahrungen, die sich gerade dann bemerkbar machen, wenn der Tag zur Ruhe kommt und innere Themen an die Oberfläche treten.
In der Therapie gehen wir gemeinsam der zugrunde liegenden Ursache nach und nähern uns behutsam jenen Denkmustern, die nachts oft besonders laut werden – so können sich die negativen Gedanken und Ängste lösen, die sich in Ihren Schlafstörungen zeigen.
Da diese Muster häufig eng mit dem eigenen Selbstwert verknüpft sind, lege ich dabei – ganz im Sinne der Individualpsychologie – auch großen Wert auf dessen Stärkung und auf die Förderung Ihres individuellen Potenzials. Die Arbeit an einem positiveren Selbstbild und mehr Selbstvertrauen hilft dabei, genau jenen Ängsten und Sorgen auf den Grund zu gehen, die sich über den Schlaf Gehör verschaffen.
Persönlichkeitsentwicklung
Die eigene Persönlichkeit zu entfalten, zu stärken und weiterzuentwickeln ist ein lebenslanger Prozess – einer, der oft gerade dann in Bewegung gerät, wenn wir beginnen, uns selbst und unsere Muster genauer zu verstehen.
Psychotherapie kann dabei weit über die Bearbeitung akuter Probleme hinausgehen: Sie bietet Raum für Selbsterkenntnis, für das Erkennen eigener Beziehungsmuster und für die Frage, welche unbewussten Prägungen das eigene Handeln bis heute mitbestimmen.
So kann aus der Auseinandersetzung mit sich selbst ein bewussterer, freierer Zugang zur eigenen Persönlichkeit entstehen.
Trauma
Ein Trauma ist eine psychische Verletzung, die durch ein einzelnes belastendes Ereignis oder durch eine Reihe von Ereignissen entsteht – von einem Unfall, einem Übergriff oder dem plötzlichen Verlust eines nahestehenden Menschen bis hin zu wiederholten, oft schon in der Kindheit erlebten Belastungen wie Vernachlässigung oder emotionaler Überforderung.
Was ein Ereignis traumatisch macht, ist dabei nicht allein seine äußere Schwere, sondern wie sehr es das eigene Sicherheitsgefühl erschüttert hat. Häufig hinterlässt ein Trauma Spuren, die weit über die eigentliche Situation hinausreichen: anhaltende Anspannung oder Wachsamkeit, das Vermeiden bestimmter Orte, Menschen oder Gefühle, innere Leere oder das Gefühl, von sich selbst abgeschnitten zu sein.
Diese Reaktionen sind keine Schwäche, sondern ursprünglich sinnvolle Schutzmechanismen der Psyche – die, losgelöst von der eigentlichen Gefahr, im Alltag jedoch zur Belastung werden können.
In der Therapie nähern wir uns diesen Erfahrungen in einem geschützten Rahmen und in Ihrem eigenen Tempo an. Es geht nicht darum, das Erlebte einfach wieder aufzurufen, sondern gemeinsam zu verstehen, welche Spuren es hinterlassen hat, und Schritt für Schritt das Vertrauen in sich selbst und in andere Menschen wiederherzustellen.
Anpassungsstörung
Anpassungsstörungen entstehen als Reaktion auf belastende Lebensveränderungen – etwa den Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung, einen Umzug, den Verlust des Arbeitsplatzes oder eine schwere Erkrankung. Auch wenn der Anlass von außen kommt, fällt es vielen Menschen in solchen Phasen schwer, sich auf die neue Situation einzustellen und mit den damit verbundenen emotionalen und psychischen Belastungen zurechtzukommen.
Wie sehr uns eine solche Veränderung aus der Bahn wirft, hängt dabei oft nicht nur vom Ereignis selbst ab, sondern auch davon, welche eigenen Ressourcen und welche älteren, vielleicht noch unverarbeiteten Themen dabei mitschwingen.
In der Therapie unterstütze ich Sie dabei, die belastende Situation für sich einzuordnen, die damit verbundenen Gefühle zu verarbeiten und jene Denkmuster zu erkennen und zu verändern, die Ihnen den Umgang damit zusätzlich erschweren.
Zwänge
Zwänge bzw. Zwangsstörungen zeigen sich in wiederkehrenden, oft als quälend erlebten Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder in wiederholten Verhaltensweisen (Zwangshandlungen), die sich kaum unterdrücken lassen. Sie können erhebliches Leid verursachen und die Alltagsfunktionalität spürbar einschränken.
Oft steht ein Zwang stellvertretend für einen inneren Konflikt, der sich nicht anders auszudrücken vermag und sich deshalb in Gedanken oder Handlungen bemerkbar macht, die sich immer wieder aufdrängen.
In der Therapie gehen wir diesem zugrunde liegenden Konflikt gemeinsam nach, um ihn zu verstehen und Schritt für Schritt zu bearbeiten und zu lösen.