Psychotherapie nach traumatischen Erfahrungen
Ein Trauma ist eine psychische Verletzung, die durch ein einzelnes belastendes Ereignis oder durch eine Reihe von Ereignissen entsteht – von einem Unfall, einem Übergriff oder dem plötzlichen Verlust eines nahestehenden Menschen bis hin zu wiederholten, oft schon in der Kindheit erlebten Belastungen wie Vernachlässigung oder emotionaler Überforderung.
Was ein Ereignis traumatisch macht, ist dabei nicht allein seine äußere Schwere, sondern wie sehr es das eigene Sicherheitsgefühl erschüttert hat. Deshalb gibt es kein „zu klein“ für ein Trauma – und keinen Grund, das eigene Erleben mit dem anderer zu vergleichen.
Spuren, die bleiben
Häufig hinterlässt ein Trauma Spuren, die weit über die eigentliche Situation hinausreichen: anhaltende Anspannung oder Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme und Albträume, das Vermeiden bestimmter Orte, Menschen oder Gefühle, plötzlich auftauchende Erinnerungen, innere Leere oder das Gefühl, von sich selbst abgeschnitten zu sein. Manchmal zeigen sich die Folgen auch erst Jahre später oder in Form von Ängsten, Depressionen, Beziehungsschwierigkeiten oder körperlichen Beschwerden – ohne dass der Zusammenhang auf der Hand liegt.
Diese Reaktionen sind keine Schwäche, sondern ursprünglich sinnvolle Schutzmechanismen der Psyche – die, losgelöst von der eigentlichen Gefahr, im Alltag jedoch zur Belastung werden können.
Wie ich in der Therapie arbeite
In der Therapie nähern wir uns diesen Erfahrungen in einem geschützten Rahmen und in Ihrem eigenen Tempo an. Sicherheit und Verlässlichkeit in der therapeutischen Beziehung stehen dabei an erster Stelle – gerade dann, wenn Vertrauen durch das Erlebte beschädigt wurde.
Es geht nicht darum, das Erlebte einfach wieder aufzurufen oder alles im Detail erzählen zu müssen. Sondern darum, gemeinsam zu verstehen, welche Spuren es hinterlassen hat, wie es Ihr Bild von sich selbst und von anderen geprägt hat, und Schritt für Schritt das Vertrauen in sich selbst und in andere Menschen wiederherzustellen.
Trauma bei Kindern und Jugendlichen
Kinder verarbeiten belastende Erlebnisse anders als Erwachsene – oft im Spiel, in Zeichnungen, in Verhaltensänderungen, die für die Umgebung zunächst schwer einzuordnen sind. In der Kindertherapie schaffe ich einen sicheren Raum, in dem das Erlebte symbolisch ausgedrückt werden kann, und arbeite eng mit den Eltern zusammen → Psychotherapie für Kinder & Jugendliche.
Wann ein Erstgespräch sinnvoll ist
Wenn ein belastendes Erlebnis Sie nicht loslässt, wenn Sie merken, dass Sie Dinge vermeiden oder sich seit damals verändert haben, oder wenn Sie vermuten, dass frühere Erfahrungen Ihr heutiges Leben mitbestimmen – dann lohnt sich ein Gespräch. Auch wenn das Ereignis lange zurückliegt.