Psychotherapie bei Angststörungen und Panikattacken

Angst kann viele Gesichter haben: Sie zeigt sich als ständige, oft diffuse Sorge, als plötzliche, überwältigende Panikattacke, als Rückzug aus sozialen Situationen aus Furcht vor Bewertung, oder als sehr konkrete Furcht vor bestimmten Dingen oder Situationen. Allen Formen gemeinsam ist, dass sie das Leben zunehmend einengen – oft auch körperlich spürbar, etwa durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Atemnot oder Schwindel.
Viele Menschen mit Panikattacken haben zuerst eine lange ärztliche Abklärung hinter sich, weil die körperlichen Symptome so real sind. Wenn dort nichts gefunden wird, bleibt oft Ratlosigkeit – und die Angst vor der nächsten Angst.

Woher die Angst kommt
Angst lässt sich selten auf einen einzigen Grund zurückführen: Genetische Veranlagung, biologische Vorgänge im Körper und die eigene Lebensgeschichte spielen meist zusammen. Aus individualpsychologischer Sicht lohnt sich zudem der Blick darauf, welche Bedeutung eine Angst im eigenen Leben hat. Bei sozialen Ängsten  hängt das oft eng mit unseren Beziehungen zu anderen zusammen – mit der Frage, wie sicher man sich im Kontakt fühlt und wie sehr das eigene Selbstwertgefühl vom Urteil anderer abhängt. Bei anderen Formen können ganz andere, sehr persönliche Themen dahinterstehen: ein Verlust, eine Überforderung, ein Konflikt, der keinen anderen Ausdruck findet.

Wie ich in der Therapie arbeite
In der Therapie schauen wir gemeinsam, was genau hinter Ihrer Angst steckt und welche Rolle sie in Ihrem Leben spielt. Angst ist ursprünglich ein Schutz – die Frage ist, wovor sie Sie heute noch schützen will und was es kostet, ihr auszuweichen. Vermeidung nimmt die Angst kurzfristig, lässt sie langfristig aber wachsen.
Wenn die Zusammenhänge klarer werden, verliert die Angst oft ihre Übermacht. Ziel ist, Schritt für Schritt wieder mehr Freiheit und Sicherheit zu gewinnen – in Ihrem Tempo und in einem Rahmen, in dem Sie sich sicher fühlen.

Formen von Angst, mit denen Menschen zu mir kommen
Panikattacken und Panikstörung, generalisierte Angststörung (anhaltende Sorge), soziale Angst und Angst vor Bewertung, spezifische Phobien, Prüfungs- und Versagensangst sowie Angst, die im Rahmen einer Depression oder nach belastenden Erfahrungen auftritt.
Panikattacken nehmen dabei eine besondere Stellung ein: Sie kommen scheinbar aus dem Nichts, sind körperlich so heftig, dass viele an einen Herzinfarkt denken, und hinterlassen die Angst, dass es jederzeit wieder passieren könnte. Genau diese Erwartungsangst engt das Leben oft mehr ein als die Attacke selbst – Orte, Situationen und Wege werden gemieden, der Radius wird kleiner. In der Therapie schauen wir auch darauf, was zum Zeitpunkt der ersten Attacke in Ihrem Leben los war. Sehr oft steht sie in einem Zusammenhang, der erst im Rückblick sichtbar wird.

Angst bei Kindern und Jugendlichen
Trennungsangst, Schulangst, ausgeprägte Schüchternheit oder Ängste, die sich in Bauchweh und Schlafproblemen zeigen, sind bei Kindern häufig. In der Kindertherapie arbeite ich spielerisch und beziehe die Eltern eng ein → Psychotherapie für Kinder & Jugendliche.